1985
1985 habe ich dies hier geschrieben,
und irgendwie
ist es
für mich
grade wieder gültig.
verschwindet
ich will euch nicht mehr sehen
ich will alleine sein
will nachdenken
über mich
ich will Musik hören
voll aufdrehen
nein ich will doch Ruhe
oder Lärm machen, wann ich will
und nicht dann
wann es euch recht ist
ich will schlafen
bis ich nicht mehr müde bin
oder nein, ich will müde sein
ich will im Regen spazieren gehen
ja, auch wenn ich nass werde
gerade wenn ich nass werde
ich will fort von hier
allein
nein, doch nicht allein
ich will fort
mit einem
der mich versteht
mit dem ich reden kann
ohne worte
ich will fort
ich will fort
ich will endlich weg
aus dem Leben...
und irgendwie
ist es
für mich
grade wieder gültig.
verschwindet
ich will euch nicht mehr sehen
ich will alleine sein
will nachdenken
über mich
ich will Musik hören
voll aufdrehen
nein ich will doch Ruhe
oder Lärm machen, wann ich will
und nicht dann
wann es euch recht ist
ich will schlafen
bis ich nicht mehr müde bin
oder nein, ich will müde sein
ich will im Regen spazieren gehen
ja, auch wenn ich nass werde
gerade wenn ich nass werde
ich will fort von hier
allein
nein, doch nicht allein
ich will fort
mit einem
der mich versteht
mit dem ich reden kann
ohne worte
ich will fort
ich will fort
ich will endlich weg
aus dem Leben...
lost.in.thought - 17. Feb, 11:11

ich wollte raus! nur raus raus raus - aus dieser enge, diesem mief, diesem druck, dieser ungerechtigkeit, dieser sinnlosigkeit, dieser anpassung, diesen erwartungen, dieser bevormundung ...!
teilweise kocht es heute noch hoch in mir - je nach situation.
lautes musikhören gehört dann auch dazu.
ein stück pubertät und sturm und drang trage ich noch in mir - wider alle vernunft. und ich hoffe, dass mir dieses ungestüme, diese wut, diese leidenschaft, dieses schreien können erhalten bleibt.
was soll sonst leben sein?
Ich hab Berge von solchen Texten. Auf ner alten Schreibmaschine getippt. Dazwischen Zeichnungen und handschriftliche Hasstiraden auf das Umfeld.
Verstehen tut mich immer noch kaum einer...
wenn man im geiste eher anarchistisch ist, kann man mit der welt, wie sie ist, niemals zufrieden sein. es ist ein anrennen gegen windmühlen. aber ich kann gar nicht anders. dabei muss ich halt aufpassen, dass ich nicht verrückt werde, dass ich nicht den halt verliere. darum auch die großen füße ...
Im wirklichen Leben bin ich Don Quijote.
Und Rosinante begleite mich auf dem Ritt gegen die
Windmühlen dieser Welt.
Dulcinea suche ich immer noch.
Vergeblich.
Ich bin Sancho Panza.
Und reite auf einem Esel nebenher.
Aber gegen Windmühlen kämpfe ich trotzdem.
Oder so.